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Lagebericht zum Wiederaufbau der Champa Devi Primary School

veröffentlicht um 26.11.2015, 08:27 von Klaus Missal   [ aktualisiert: 27.11.2015, 04:17 ]
Nach den Erdbeben im April und Mai 2015 waren viele Häuser in Lumsa und auch die Schulgebäude 
der Champa Devi Primary School zerstört. Unmittelbar danach wurde aus Brettern ein Schulraum 
errichtet, in welchem seitdem der Unterricht stattfindet, siehe Fotos.

          https://drive.google.com/file/d/0B8Ibv1FnSLnjMVpfT2FUMktDT3N6WkxQbjAzQkF0UkFtcFBn/view?usp=drive_web

Für den Wiederaufbau – insbesondere von öffentlichen Gebäuden wie Schulen – gibt es Anweisungen von der Regierung. Solche Gebäude sollen erdbebensicher errichtet werden.
Unser Ansprechpartner Mingmar Sherpa berichtete bei seinem Besuch im Sommer in Halle weitere Details. Der Wiederaufbau soll eingeschossig in Stahlbeton-Bauweise erfolgen und der Bau soll durch Fachleute begleitet werden.
Der Lehrer Dawa Sherpa schrieb über das Vorhaben, die Schule mit sieben Räumen zu errichten.

Nach den Beben gingen besonders viele Spenden für den Wiederaufbau der Schule an unseren Verein. So können wir aktuell ca. 20.000 Euro für den Wiederaufbau beitragen. Doch was konnten wir bisher tatsächlich tun ?
Kurz gesagt – leider noch nichts. Die politische Entwicklung in Nepal verzögert aktuell den Wiederaufbau. Im Sommer wurde nach vielen Jahren politischer Streitereien die neue Verfassung vorgelegt. Daraufhin kam es zu Protestaktionen aus Teilen der Bevölkerung, welche bereits seit längerem den wichtigen Versorgungsweg aus Indien lahm legen. In der Folge kommt es zu Versorgungsengpässen, es fehlt auch Treibstoff. Die Regierung rief die international für den Wiederaufbau bereit gestellten Hilfsgelder bis September nicht ab. Die Hilfsorganisationen rechnen mittlerweile damit, dass der Wiederaufbau – abgesehen von der Eigeninitiative der allein gelassenen 
Bevölkerung – erst im Februar 2016 beginnen wird. Das deckt sich mit der letzten Aussage von Mingmar zum Thema: Sie sind in Verhandlung mit der Regierung, welche sich noch bis Februar hinziehen können, und sie wollen zum Jahreswechsel einen Bauplan und Kostenvoranschlag an uns senden. Mingmar wird Ende des Jahres selbst in Lumsa sein.
Eine belgische Gruppe hat sich an uns gewendet mit dem Vorschlag, deren und unsere Unterstützung von Projekten in Lumsa zu koordinieren. Die Belgier sind sogar aktuell in Lumsa, um selber Hand anzulegen. Wir sind gespannt auf ihren Bericht.
Fazit: Nach zu langer Zeit des Stillstands werden wir bis Januar substanzielle Informationen zum Wiederaufbau der Schule erhalten und hoffentlich spätestens im Februar mit den Spendengeldern einen Teil des Aufbaus finanzieren können.
24.11.2015, V. Tiller
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